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Spiekeroog

Spiekeroog wächst schon seit rund 200 Jahren stärker als alle anderen Ostfriesischen Inseln in östlicher Richtung. Dabei entstand eine 5-6 km lange und bis zu 2,5 km breite Sandplate, die sich noch immer vergrö­ßert. Geologen und Biologen können hier besonders deutlich alle Stufen des Inselwachstums und der Verlagerung nach Osten verfolgen. Durch die Verlandung der einst tief eingeschnittenen Harlebucht des Festlandes wurde auf den Schlickflächen am Ostende der damals noch viel kleineren Insel Spiekeroog seit Mitte des 18. Jh. immer mehr Sand aufgespült. Sobald diese Sandbank so hoch war, dass sie nicht mehr von jeder Hochflut überschwemmt wurde, trocknete der Wind den Sand aus und wehte kleine Sandhügel auf, auf denen bald Pionierpflanzen wie die Strandquecke wuchsen. Strandweizen und Strandhafer folgten, an denen sich erste kleine Jungdünen bildeten. So entstand im Lauf der Zeit im Nordosten eine Dünenlandschaft ganz unterschiedlichen Alters, wobei die jüngsten Dünen immer dem offenen Meer am nächsten liegen. Auf der anderen Seite, insbesondere im Südosten, bildete das Watt durch Schlickansammlung weitere Verlandungszonen, auf denen weite Salz­wiesen entstanden.

Da die Ostplate in Ostfriesland landwirtschaftlich nicht genutzt werden konnte, hat sich hier eine noch weitgehend intakte Tier- und Pflanzenwelt entwickeln können, die strengstem Schutz unterliegt. Nur ein einziger Wanderweg führt zum Naturschutzgebiet der Ostplate; er ist während der Brut- und Aufzuchtzeit der Vögel nicht begehbar. Der Weg beginnt am Südostrand des Dorfes Spiekeroog und ist ohnehin nur ausdauernden Wanderern zu empfehlen, da seine Gesamtlänge bis an die Nordostspitze der Insel etwa 11 km beträgt!

ah

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