Cloaking – Königsweg oder Sackgasse?
Früher war in Suchmaschinen allein die Gestaltung des HTML-Codes, die Anzahl und (relative) Häufigkeit der Keywords entscheidend für die Platzierung einer Seite. Man musste also nur den Quelltext der Konkurrenzseite, die bei einer Suchmaschine ganz vorn platziert war, übernehmen und ändern, um so ebenfalls ganz vorn zu landen. Um diesen Quelltext-Diebstahl zu verhindern, kamen schlaue Menschen auf das so genannte Cloaking – das heißt soviel wie Verhüllen oder Verstecken. Mit dieser Methode kann der optimierte Code einer Seite vor den Augen der Konkurrenz versteckt werden, indem man an eine Suchmaschine einen anderen HTML-Code ausliefert als an einen gewöhnlichen Browser. Dazu braucht man dynamisch erstellte Seiten, also eine Technologie wie PHP, CGI oder Server-Side-Includes. Die Realisierung selbst ist recht simpel: Wird von einem Webserver eine Seite angefordert, so liefert der anfordernde Client (Browser oder Robot einer Suchmaschine) eine Kennung, den so genannten User-Agent, mit. Anhand dieser Kennung kann nun entschieden werden, ob die Anfrage von einem Surfer oder einer Suchmaschine kommt. Das Script liefert dann mal die eine und mal die andere Seitenversion aus. Mit dieser Methode lässt sich viel Unsinn treiben, denn die beiden ausgelieferten Seitenversionen können komplett unterschiedliche Inhalte haben. Deshalb versuchen Suchmaschinen-Betreiber den Trick auszuhebeln – zum Beispiel, indem sie ihren Robots die Kennung von gängigen Browsern geben. Da der HTML-Quellcode heute keine zentrale Rolle mehr spielt, gibt es auch kaum mehr einen Grund, Cloaking einzusetzen.
Das Angebot an Suchmaschinenoptimierung oder auch Internet Marketing sollte an eine Agentur des Vertrauens vergeben werden.
ah
Posted: Juni 4th, 2008 under Webmaster.
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